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News
Donnerstag 12. August 2010

Pensionskassen ohne Volldeckung

Immer wieder wird treffen wir beim Firmenkunden die Situation an, dass dem Kunden nicht bewusst ist...

Freitag 23. Juli 2010

Fairvesta Immobilienfonds steigt in Spitzenfeld auf

Erhebungen bestätigen fairvesta Positionierung unter den ersten drei der banken- und...

Donnerstag 01. Juli 2010

Börsenausblick: Weitere Dämme gebrochen

Der Refinanzierungsbedarf der 171 Banken aus den Euroländern perheute fällt tiefer aus als...

Sonntag 13. Juni 2010

Krankenkassenprämien steigen 2011 um 7 bis 10 Prozent

Bei den Krankenkassenprämien kehrt auch 2011 kaum Ruhe ein.

Der Verband der Krankenversicherer...

Sonntag 16. Mai 2010

Wie verhalte ich mich in der aktuellen Marktsituation?

Aktuell werden wir von unseren Mandanten vermehrt angefragt, Ihre aktuelle Anlagesituation zu...

Sonntag, 02. Mai 2010

Immobilien gegen die Inflation

 

„Sprengsatz Inflation. Können wir dem Staat noch vertrauen?“

- mit diesem Buchtitel macht derzeit Henrik Müller, der stellvertretende Chefredakteur des Manager Magazins, von sich reden. Zwar zeigt eine Vielzahl von Indikatoren an, dass von einer sichtbaren Inflationsangst derzeit (noch) nicht gesprochen werden kann. Der Autor beschreibt aber, wie viele andere Fachleute in den letzten Monaten, sehr deutlich die Risiken, denen wir gerade in Deutschland ausgesetzt sind.

 

So hätten US-Ökonomen vor dem Hintergrund der Weltwirtschaftskrise ihre Angst vor der Deflation immer noch nicht verdaut, was zu einer „Obsession der Amerikaner“ geführt habe, mit der Folge, inflationäre Gefahren weitestgehend aus den Augen zu verlieren. Müller belegt dabei, dass die Verschuldung der USA heute schon viel höher sei als gemeinhin angenommen. Eine Situation, die durch einen Schuldenabbau auf „normale Weise“ nicht in Einklang zu bringen sei, auch wenn die Bevölkerung der USA im Gegensatz zu Deutschland Jahr für Jahr wächst und der notwendige Konsum inflationsberuhigend auswirkt.

 

Was aber könnte das für Deutschland heißen? Schauen wir uns einmal die derzeitige Situation an: Die Internationale Ausgabe der Business Times schreibt im Februar „Die Kreditvergabe der Banken in den 16 Euro-Ländern ist im Januar überraschend kräftig gesunken.

Die Summe der an Firmen und private Haushalte ausgereichten Darlehen fiel im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,6 Prozent, wie die Europäische Zentralbank (EZB) mitteilte. Im Dezember hatte es eine Stagnation gegeben.“ Diesen Trend kritisieren Marktbeobachter seit vielen Monaten, denn dahinter steht, dass die Bankenlandschaft das aus Steuergeldern in sie investierte Kapital nicht an Unternehmen und Bürger weiterreicht, sondern „bunkert“. Geld, das von Banken nicht  ausgegeben wird, wirkt inflationshemmend.

 

Was aber passiert, wenn der Geldhahn dann doch wieder aufgedreht wird, beispielsweise weil sich die wirtschaftliche Gesamtsituation noch weiter verschlechtert? Diese Realität, aber auch der immer weiter angehäufte Schuldenberg lässt dabei vermuten, dass wir in den kommenden Jahren mit massiven inflationären Tendenzen rechnen müssen.

 

Für Anleger ergibt sich hieraus eine deutliche Konsequenz: Raus aus Geldwerten, rein in Sachwerte. Nicht vergessen sollte man dabei, dass der Euro schon jetzt ständig an Wert verliert, in den ersten sechs Jahren seines Bestehens immerhin 50 Prozent. Die von staatlichen Stellen berechneten Warenkorbpreise, deren Veränderungen als offizielle Inflationsrate ausgewiesen werden, sind zudem nach Meinung vieler Fachleute Augenwischerei. Offiziell heißt es danach, die Inflation liege bei 0,4 Prozent in 2009 (Vorjahr 2,6 Prozent). Wer einen realistischen Eindruck der Geldentwertung bekommen will, sollte vielmehr die Geldmengen-
entwicklung betrachten. Nach der Definition der Geldmengentheorie ist Inflation eine Geldmengenvermehrung, die nicht durch ein entsprechendes Gütermengenwachstum gedeckt ist. Und da wird im Vergleich der letzten Jahre deutlich, die gefühlt höhere Inflationsrate ist es auch in Wirklichkeit.

 

Warum aber bieten Immobilien neben Gold immer noch den besten Inflationsschutz und werden daher auch gerne mal als Betongold bezeichnet?
Die Gründe sind vielfältig: Zum einen steigen die Arbeitslöhne und Materialpreise sowie die Grundstückspreise kontinuierlich an. Dies gilt in der Regel auch für die Mieten. Wer finanziert, zahlt die mit gutem Geld von heute erworbene Immobilie, mit schlechtem, da wertloserem Geld von morgen zurück. Schließlich besitzen Immobilien einen weiteren großen Vorteil, der ihnen von Kritikern gelegentlich als Nachteil vorgehalten wird: Sie sind in der Regel nicht kurzfristig veräußerbar und erweisen sich damit als wertbeständiger in einem Portfolio, im Gegensatz beispielsweise zu Aktien, die aus Angst oft dann verkauft werden, wenn sie im Wert ganz unten stehen.

 

Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass Immobilien unabhängig der allgemeinen wirtschaftlichen Situation fortwährend Erträge durch Mieten erwirtschaften, dies ist bei anderen Sachwerten wie z. B. Gold nicht der Fall. Durch die Investitionen in einen Immobilienfonds mit mehreren Immobilien an unterschiedlichen Standorten werden Risiken wie zum Beispiel Mietausfall zusätzlich verringert. Durch einen professionellen Immobilienhandelsfonds werden zudem die Rendite erhöht und die Risiken minimiert, dabei sind Laufzeiten ab 5 Jahre möglich.

 

Eine umfangreiche Studie bei Investmentanlagen hat dabei heraus gearbeitet, dass Frauen die besseren Investoren sind als Männer – insbesondere deshalb, weil sie weniger dazu neigen, Anlagestrategien zu wechseln oder zu „switchen“ wie es neudeutsch heißt. „Hin und Her macht Taschen leer“, pflegte schon Börsenaltmeister André Kostolany zu sagen. Er hatte damit nachweisbar Recht. Er war übrigens durchaus auch Immobilienbesitzer.

30.04.2010, Zeitschrift, Mein Geld (von Herrn Otmar Knoll)