Börsenausblick: Weitere Dämme gebrochen
Der Refinanzierungsbedarf der 171 Banken aus den Euroländern per
heute fällt tiefer aus als befürchtet. Das hat gestern die Märkte einige Stunden lang gestützt.
Dann sorgte die Zahl der neu geschaffenen Stellen in den USA für Ernüchterung. Und Moody's kündigte an, Spanien drohe der Verlust des Aaa-Rating. Das hat den Euro erneut geschwächt. Er steht nun bei 1,3132 Franken.
Asien: Weitere Verluste
In Asien folgten die Märkte den schlechten Vorgaben aus den USA.
Der Nikkei verlor erneut massiv und schloss mit einem Verlust von 2 Prozent. Erneut litten die Exportwerte. In China ist der Purchasing Manager's Index zum zweiten Mal rückläufig. Im Mai fiel er von 53,9 auf 52,1 Punkte. Damit verdichten sich die Signale, dass es in China und somit in Asien zu einer Wachstumsverlangsamung kommt.
Dow Jones: Erneute Abgaben
Der Dow Jones sackte gegen Handelsschluss ab und schloss mit einem Minus von einem Prozent. Die viel beachtete Unterstützung des S & P 500 bei 1040 Punkten ging verloren, mit einem S & P 500- Schluss bei 1031 Punkten. Belastet hat, dass laut Erhebung der privaten Arbeitsagentur ADP im Juni mit 13 000 Stellen bedeutend weniger geschaffen wurden als die erwarteten 60 000.
SMI-Charttechnik:
Gestern stand an dieser Stelle geschrieben, der SMI habe noch kurzfristig ein Korrekturpotential bis etwa 6050 Punkte. Das dürfte heute ausgeschöpft werden. Ab dieser Unterstützung wird eine Gegenbewegung wahrscheinlich. Aber mehr als eine kleine Zwischenerholung wird daraus wohl nicht.
CASH vom 1.7.2010

